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Dez 21

Was sind eigentlich Inhaberschuldverschreibungen?

Eine Inhaberschuldverschreibung ist schlichtweg ein Wertpapier. Es gehört zu den Anleihen. Investoren, die eine Inhaberschuldverschreibung kaufen, leihen dem Aussteller ihr Geld. Dabei bleibt der Besitzer der Urkunde namentlich nicht erwähnt.

Darin unterscheidet sich die Inhaberschuldverschreibung von Namensschuldverschreibungen. Dabei ist die Urkunde auf einen bestimmten Namen ausgestellt. Der Besitzer ist also als Gläubiger aufgeführt. Eine Übertragung auf eine andere juristische Person ist nicht ohne weiteres möglich.

Inhaberschuldverschreibungen hingegen können problemlos auf andere Personen übertragen werden. Der bloße Besitz der Urkunde ist ausreichend. Das bedeutet, dass Inhaberschuldverschreibungen eine hohe Verkehrsfähigkeit haben. Sie können jederzeit an der Börse veräußert werden.

Allerdings sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass sie bei vorzeitigem Verkauf, also vor Ablauf der Laufzeit, mit Kursschwankungen rechnen müssen. Diese können sich negativ auf die Rendite auswirken.

Die verschiedenen Arten der Schuldverschreibungen

Es wird zwischen zwei Arten von Inhaberschuldverschreibungen differenziert, der Unterschied besteht in der Verzinsung. Es gibt festverzinsliche und variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibungen. In beiden Fällen investiert der Anleger in ein Unternehmen. Dieser Betrieb kann während der Laufzeit mit dem Geld arbeiten. Diese Art der Anleihe wird auch als Zertifikat bezeichnet.

Bei festverzinslichen Inhaberschuldverschreibungen wird bei der Ausstellung die Währung, die Laufzeit und auch der Zinssatz fest definiert. Dabei orientiert sich der Zinssatz am Geldmarkt. Die festgeschriebene Höhe richtet sich demnach an der Zinshöhe bei der Ausstellung der Anleihe. Emittent und Käufer, also beide betroffene Parteien haben feste Konditionen. Der Zinsgewinn oder auf der anderen Seite die Zinskosten sind klar einschätzbar.

Auch variable Anleihen gibt es

In den meisten Fällen wird diese Inhaberschuldverschreibung den Zinsentwicklungen nicht gerecht. Daher werden auch variabel verzinste Inhaberschuldverschreibungen angeboten. Hierbei erfolgt vierteljährlich eine neue Anpassung der Zinshöhe auf die marktübliche Zinshöhe. Der Anleger erhält demnach ein Wertpapier, das mit anderen Produkten auf dem Markt konkurrenzfähig ist. Für Investoren, die eine sichere Geldanlage suchen, ist die variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibung aber eher ungeeignet.

Fragen zu Inhaberschuldverschreibungen können bei den meisten ortansässigen Bankinstituten erfragt werden oder bei Anlageberatern, die man über das Internet erreichen kann. Diese Berater sind Profis und kennen sich mit den Vorteilen und Nachteilen gut aus. Dabei beachten sie auch die persönlichen Wünsche jedes Anlegers individuell. Schließlich gibt es Unterschiede in den Laufzeiten. Manche Investoren möchten für längere Zeit ihr Geld anlegen, während andere Anleger eine gute Investition mit einer kurzen Laufzeit suchen. Außerdem geben die Berater Auskunft über die Bonität des Emittenten.

In jedem Fall können sich die Anleger auf eine gute Sicherheit freuen. Die Rückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit zum Nennwert. Üblicherweise werden die Zinsen während der Laufzeit auf das vom Investor angegebene Konto ausgezahlt.