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Aug 01

Deutschland erzielt höchsten Überschuß seit 1991

Im ersten Halbjahr hat der deutsche Staat, bestehend aus Bund, Ländern und Sozialversicherung, einen Rekordüberschuß von 16,1 Milliarden Euro erzielt.

Dies ist der höchste Überschuß seit dem Jahr 1991 und wird allgemein auf den robusten Arbeitsmarkt zurückgeführt. Dies verwundert im ersten Moment schon, denn das Bruttosozialprodukt ist im zweiten Quartal 2014 um 0,2% geschrumpft. Das trotzdem die Steuereinnahmen und Sozialabgaben sprudeln zeigt mir, daß es endlich Zeit wird die kalte Progression zu beseitigen.

Endlich das Problem der kalten Progression angehen

Unter der kalten Progression versteht man den Effekt, daß bei steigendem Gehalt auch der prozentuale Anteil der abzuführenden Steuern steigt. Dadurch werden die Gehaltssteigerungen zu einem Teil wieder aufgefressen. Diesen Effekt kann man mit einem Gehaltsrechner nachrechnen. Auf der Webseite Brutto-netto-Gehaltsrechner.net gibt man dazu einfach eine angenommene Lohnsumme ein und berechnet das Nettoergebnis. Dann steigert man den Bruttolohn um 3% und sieht, daß das Nettogehalt weit weniger steigt. Einen Teil der Gehaltssteigerung hat die kalte Progression aufgefressen.

Damit dieses Geld wieder dem Konsum zugute kommt, muß man diesen Effekt endlich bekämpfen. Denn wenn der Konsum im 2. Quartal nicht stützend auf die Wirtschaft gewirkt hätte, dann wäre die Wirtschaftsleistung weit stärker zurück gegangen als nur um 0,2%. Um ein Abrutschen in die Rezession zu verhindern, sollte die Einkommenssteuer Last gesenkt werden. Denn das stärkt den Konsum, wenn jeder Arbeitnehmer mehr Nettolohn am Monatsende in der Tasche hat.